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Normalerweise kann man in Königs Wusterhausen keine Punkte
erwarten und erst recht nicht wenn man sich noch auf 165mm Kugeln eingestellt hat. Dirk und ich hatten extra eine Nachtschicht beim
8.777-Turnier eingelegt, um nicht wie letztes Jahr ohne Chancen dazustehen. Kaum angekommen blenden uns auch schon die nagelneuen 160mm
Kugeln. Und als wäre das nicht genug, schockte man uns auch noch mit neuen Kegeln. Dirk und ich guckten uns an und dachten einfach nur
Sch.... die Nachtschicht war völlig umsonst.
Naja, wir kamen eh ohne große Hoffnung auf Punkte hier her
und so starteten wir dann mit Stefan und Martin. Unsere wohl stärkste Auswärtsachse legte auch gleich los wie die Feuerwehr. Rene
Hammermeister und Volker Krüger hatten richtig Mühe dran zu bleiben. Von Gasse zu Gasse wechselte die Führung, dabei kamen nie mehr als 15
Holz Vorsprung heraus. Martin spielte sich in einen Rausch und am Ende standen bei ihm sehr gute +106. Sein Gegner Rene Hammermeister (wohl
zur Zeit der beste KW´ler) konnte da mitziehen und spielte dasselbe Ergebnis. Stefan blieb ein wenig zurückhaltender und brachte es nach
einigen fünfen auf +72 und nahm dabei seinem Gegner Volker Krüger 9 Holz ab. Das Gefühl, bei einem Auswärtsspiel mit einer Führung in der
Mittelachse auf der Bahn zu stehen, kannten wir ja von letzter Saison nur zu gut. Nun hieß es in der Mitte dagegenhalten um das Spiel
spannend zu halten. Die Vorraussetzungen für den Zusatzpunkt waren bis dato sehr gut.
Es gingen jetzt Andre und Dirk auf die Bahn, wobei sich
schnell herausstellte das Andre ein wenig zu fest war. Entweder liefen ihm die Kugeln hinten raus oder sie waren zu eng. Um noch eine
Chance auf mehr als nur den Zusatzpunkt zu bewahren, mussten wir dann nach 70 Wurf handeln und Thorsten kam zu seinem Bundesliga-Debüt für
den VSK Jupiter. Irgendwie lief es dann aber nicht wie es nach einer Einwechselung laufen sollte. In den ersten vier Würfen waren gleich
DREI Dick-Fünfen dabei und der Gegner lief ein bischen davon. Dirk hatte auch seine Mühe das gewisse Gefühl für diese Bahnen zu finden und
kam am Ende auf +69. Thorsten erholte sich nach den ersten Würfen ein wenig und spielte noch +53. Zum Glück hatten die KW´ler ihre Bahnen
auch noch nicht so im Griff und gewannen mit Olaf Stettnisch +67 und Mathias Bohn +85 ind er Mittelachse genau 30 Holz. Damit war unser
hart erkämpfte Vorsprung in einem Rückstand von 21 Holz gewandelt worden.
Achim und ich mussten dann in der Schlussachse gegen den
Deutschen Juniorenmeister Marco Lerche und seinem Partner Frank Schneider ran. Die Aussicht auf 3 Punkte war aufgrund der bekannt starken
Schlussachse in weiter Ferne, aber der Zusatzpunkt wäre mit 2x1486 ganz sicher unser. Wir hielten sehr lange ziemlich gut mit, bzw. Achim.
Ich verhielt mich noch sehr zögerlich mit meinem Wurf, da ich mir nicht sicher war welcher denn der bessere oder einfachere war um
möglichst keine Fehlwürfe zu spielen. Denn die gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Ist einfach gesagt, aber wenn man (in diesem Falle ich)
18 Sechsen und einige Fünfen spielt, ist das einfach zu viel um ein gutes Ergebnis zu spielen und damit in die Wertung zu kommen. Achim
dagegen zog seine einsamen Kreise in Richtung Pflichterfüllung von +86 und landete nach einem gewohnt sicherem Auftreten bei +95. Unsere
Gegenspieler ließen nach 150 Wurf ein wenig die Zügel schleifen, da der Vorsprung auf mittlerweile 30 Holz angewachsen war. Bei mir kam auf
der letzten Bahn noch ein wenig Hoffnung auf, nachdem ich in der vermeintlich schwereren Gasse auf Bahn 3 gute +17 spielte. Jetzt brauchte
ich in der Neuner-Gasse das gleiche Ergebnis um auf die +86 zu kommen. Es fing auch ganz gut an, nur irgendwie versetzte ich einen Wurf
nach dem anderem und schnell war klar, das wird heute nichts. Am Ende langte es für schmeichelhafte +76 und damit auch nicht zu dem
erhofften Punktgewinn. Marco Lerche spielte noch +89 und Frank Schenider kam auf +84. Somit gaben wir in der Schlussachse noch 2 Holz ab
und der Sieg von KW mit 23 Holz war nach der Mittelachse nicht mehr in Gefahr geraten. Nach der letzten Kugel hörte man viele Steine
plumpsen und die KW´ler waren froh über den etwas glücklichen aber nicht unverdienten 3:0 (4:2) Erfolg.
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Hier in Genthin haben wir letzte Saison eine sehr
überzeugende Vorstellung abgegeben (da musste die Mannschaft von Genthin schon ihren Mannschafts-Bahnrekord spielen um gegen uns zu
gewinnen!). Aus diesem Grunde sind wir sehr zuversichtlich angereist. Nach dem einspielen waren sich auch ziemlich alle einig das diesmal
etwas drin ist. Es sollte auch Andre mit seinem langen und festen Wurf besser zurecht kommen als noch am Vortag. Wieder einmal schickten
wir unser Startduo Stefan und Martin als erstes auf die Bahn. Es war sehr schnell zu erkennen, das die Gegenspieler Carsten Kienscherf und
Karl-Heinz Sternberg von der starken Vorstellung von Stefan und Martin profitierten und dicht an ihnen dran blieben. Aber von Gasse zu
Gasse kamen immer mehr Hölzer als Vorsprung heraus, nach knapp 140 Wurf waren es schon ganze 26 Holz. Karl-Heinz Sternberg, der noch am
Vortag gegen Celle nach 100 Wurf ausgewechselt wurde, wuchs über sich hinaus und kam am Ende auf das Höchstergebnis der Heimmannschaft von
+129 Holz. Martin hielt ihn sich aber auf Distanz und spielte ebenfalls Höchstergebnis in unserer Mannschaft mit +131 Holz. Stefan hielt
seinen Gegner nach der einen oder anderen komischen Sechs ebenfalls und spielte gute +124 Holz. Sein Gegner Carsten Kienscherf hat auch
einen guten Tag und sollte mit dem Ergebnis von +116 Holz noch eine sehr wichtige Rolle spielen.
Somit ging die Mittelachse mit Andre und Dirk wie am Vortag
mit einer Führung von diesmal +10 Holz auf die Bahnen. Der Anfang war alles andere als Gut. Beide hatten nach 5 Wurf ein Minus vor dem
Ergebnis stehen und die Gegenspieler Rainer Schmidt und Jürgen Jahnke legten los wie die Feuerwehr. Es hat ganze sieben Wurf gedauert und
der Vorsprung war einfach weg. Sollte es wie schon letzte Saison sein, das wir es immer wieder schaffen uns selbst zu schlagen? Aber nicht
doch, nach 30 Wurf war wieder alles beim Alten. Andre fing sich nach einigen Würfen auf der Bahn 2 und spielte ein solides Ergebnis was uns
weiter hoffen ließ. Dirk allerdings kam nicht wirklich gut zurecht und spielte viele verschiedene Würfe, die aber allesamt nichts zählbares
brachten. Nach 55 Wurf sollte es dann mal wieder so weit sein das wir auswechseln. In der Hoffnung das Spiel offen und spannend zu halten
kam wie am Vortag Thorsten zum Einsatz. Wir hofften alle, das er diesmal etwas anders anfangen würde und somit am Gegenspieler dran bleibt.
Aber wie das halt so ist im Leben kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt. Leider war der erste Wurf wieder eine Fünf. Uns
tat Thorsten in diesem Moment richtig leid, denn wer weiß was er gespielt hätte wenn das nicht passiert wäre. Er hat nämlich den richtigen
Wurf für diese Bahnanlage und könnte ein sehr gutes Ergebnis spielen. Thorsten kämpfte aber bis zur letzten Kugel und kam auf +81 Holz.
Jürgen Jahnke dagegen blieb zum Glück für uns weit unter seinen Möglichkeiten und kam auf ganze +118 Holz. Auch Andre mit +109 hatte trotz
einer guten Leistung das Nachsehen gegenüber Rainer Schmidt +116. Somit lagen wir vor der Schlußachse mit 34 Holz im Rückstand.
In der Kegelhalle knisterte es gewaltig, da alle gesehen
haben wie Achim diese Bahnen beim Einspielen zerlegte und dazu kam auch noch das ich letzte Saison den Bahnrekord von 1550 gespielt habe.
Alle, auch die Genthiner, rechneten fest mit mindestens einem Punktverlust. Achim und ich mussten für den sicheren Punkt +119 spielen und
das war ohne weiteres realistisch auf diesen Bahnen. Naja, zumindest Achim fing richtig gut an auf Bahn 2. Aber ich wollte wohl noch genau
so fest und lang spielen wie im Vorjahr und fing mir viele knappe Siebenen sowie drei Fünfen auf der ersten Bahn ein und kam mit +22 (im
Vorjahr noch +53) und ein wenig Frust auf Bahn 4. Die Gegner spürten das hier noch lange nichts verloren sei. Nach 50 Wurf war im
Gesamtergebnis nicht viel passiert, nur es wurde immer schwerer den Rückstand aufzuholen. Dazu kam Achim auch noch auf Bahn 1 wo bei so
ziemlich jedem knappen Einschlag eine sehr komische Sechs am aufleuchten war. Ich kam dagegen auf Bahn 4 sehr stark auf und spielte jetzt
mit etwas weniger Druck ganz gute +34 auf dieser Bahn. Somit hatte ich zur Hälfte +56 und Achim +47. Mein Gegenspieler Jörg Dennhardt trat
sehr stark auf und war die ganze Zeit etwa 15 Holz vor mir (dank meiner ersten Bahn). Beim Gegner von Achim tat sich nicht soviel, aber der
Sieg scheint unerreichbar nach 100 Wurf. Jetzt galt es nur noch den Punkt anzugreifen und kämpfen bis zum Umfallen. Ich hatte jetzt die
Bahn 1 vor mir mit den vielen komischen Sechsen. Die linke Gasse habe ich noch ganz gut getroffen mit +16, aber die rechte war eine
Katastrophe. Entweder liefen sie mir raus oder sie kamen zu knapp, am Ende standen dann nach 150 Wurf +79 zu buche. Achim hatte ziemliche
Probleme mit seinem Knie und den geforderten +119 für den Punkt. Seinen Gegenspieler Henry Jakob allerdings hatte er im Griff und führte
mit knapp 10 Holz. Somit war auch klar das +117 für den Punkt reichen, da Henry Jakob da nicht mehr hinkommen kann. Das heisst um genau zu
sein, ganze +38 von mir auf der letzten Bahn und der Punkt gehört uns. Ist natürlich nicht gerade wenig, aber auf dieser Bahn 2 durchaus
machbar (hat Stefan auch gespielt!!!). Man kann es einen Traumstart nennen wie ich angefangen habe (98898). Nach 15 Wurf stand ein
Ergebnis von 123 an der Tafel und es wurde sehr leise in der Kegelhalle. Aber dann kamen die wohl entscheidenen Würfe (7757) und auf einmal
war das Ziel +38 wieder in weiter Ferne gerückt. Nach 25 Kugeln waren es aber dennoch +22 und somit musste ich noch 16 Gute in der rechten
Gasse spielen. Wieder ein Traumstart (9898), aber dann war auf einmal der Wurf komplett anders und es kam eine Sieben nach der anderen.
Sechs Wurf vor Schluss brauchte ich noch 3 Gute, aber die Siebener-Serie riss einfach nicht ab. Wie es dann so kommt waren schließlich nur
noch zwei Wurf und immernoch mussten 3 Gute her. Nichts leichter als das und es viel, mit ein bischen Glück, eine schöne NEUN (man habe ich
mich gefreut). Nur noch eine Acht dachte ich dann ist der Punkt unser. Ich war wohl zu hastig und machte keine Konzentrations-Pause und
nach dem Ansetzen der Kugel wusste ich, das wird nichts und schrie ganz laut Sch....! Der Jubel der Genthiner war grenzenlos und ich wäre
gerne unter das Linoleum gekrochen. Aber so ist das eben im Sport, einmal verliert man und das nächste Mal verliert man schon
wieder...zumindest haben wir so das Gefühl. Irgendwie fehlt uns das quentchen Glück um mal in so einem Spiel zu punkten. Achim spielte
jedenfalls noch glatte +100 und die Gegenspieler Henry Jakob +99 sowie Jörg Dennhardt +119. Somit ergab sich mal wieder eine tragische 0:3
(2:4) Niederlage mit 36 Holz Rückstand.
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